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Galerie Ueker&Ueker September 2005
Aurel Schmidt
Portal Kunstgeschichte vom März 2004
Karin Ego-Gaal
Basler Zeitung vom 12. Februar 2004
Marion Benz
Basler Zeitung vom 16. Januar 1999
Aurel Schmid
Basler Zeitung vom 4. Januar
Siegmar Gassert
Galerie Ueker&Ueker September 2005
Aurel Schmidt
Zwischen analoger und digitaler Realität
Der Computer hat das Leben und das Denken der Menschen schon tiefgreifend verändert und wird es noch viel mehr. Wir stehen vor innovativen technischen Möglichkeiten. Seit Langem sind die Grenzen zwischen der Wirklichkeit und dem Potenziellen absurd geworden, zum Beispiel in der Mikrophysik. Was sich aber jetzt abzeichnet, übersteigt alles bisher Dagewesene. Die Wirklichkeit ist simulierbar geworden, die Grenze zwischen analoger und generierter, virtueller Realität aufgehoben.
Wir treten in ein spielerisches Zeitalter, wie Werbung oder Videoclips zeigen, aber auch in eine Zeit, die keine genauen Kriterien mehr für das Denken und die Unterscheidung besitzt. «La realite dépasse la fiction», die Realität übertrifft alles, was sich die Menschen ausdenken konnten. Heute ist es noch fataler: Die Fiktion - die Virtualität, wenn man will - wirft die Wirklichkeit über den Haufen.
In der Kunst stellt sich die Frage, wie weit neue Techniken wie zum Beispiel die digitale das künstlerische Schaffen beeinflussen. Im Film und in der Musik scheinen viel grössere Fortschritte erzielt worden zu sein als etwa in den visuellen, bildenden Künsten. Warum das so ist, lässt sich schwer beantworten. Aber es gibt Künstler, die entschlossen sind, die neuen Möglichkeiten einzusetzen und künstlerisches Neuland zu betreten. Zu ihnen gehört Daniel Lahaii. Von ihm ist hier die Rede.
Sein Werk wird am besten zwischen Objektkunst und Fotografie situiert. Von Anfang an hat Lahaii einen Bezug zur handfesten Realität gehabt. Die in einem rituellen Akt mit Fisch (der Materie des toten Fischkörpers) gemalten Wundtücher wiesen einen direkten Bezug zur objektiven, das heisst gegenständlichen Welt auf.
Zur gleichen Zeit begann Lahaii, Objekte zu sammeln, meistens Haushaltgeräte, die er in Brockenhäusern und auf Flohmärkten fand. Eine einzige Bedingung mussten sie erfüllen: Sie sollten crèmefarbig sein. Der Begriff «sammeln» ist in diesem Zusammenhang ungenau. Es waren eher Ansammlungen oder Anhäufungen von Objekten mit einem abwegigen ästhetischen Reiz, die aber in der Serialisierung eine neue Bedeutung bekamen.
Nur ist es schwer zu sagen, welche Bedeutung. Es könnte aber so sein, dass jede Erkenntnis, wie der französische Naturwissenschaftler Georges Leclerc Graf Buffon (1707-1788) und Johann Wolfgang von Goethe sinngemäss sagten, von der Anschauung und also vom Objekt ausgeht beziehungsweise dass wir es mit dem «Ding an sich» (Immanuel Kant) zu tun haben, das nichts repräsentiert und nur vom erkennenden Subjekt abhängt. In diesem Fall Haushaltgeräte ohne Aura. Banalität als solche, aber mit einer addierten Bedeutung.
Nachdem Lahaii im weiteren Vorgehen die Ansammlung von Objekten zu einer Ausstellung zusammengesetzt und sich - im fast parallelen Zeitverlauf dazu - die Computertechnik entwickelt hatte, war es nur noch ein kleiner, aber in Tat und Wahrheit meilenweiter Schritt, diese Objekte auch künstlich herzustellen. Das heisst, auf dem Bildschirm. Heute sagen wir: virtuell. An diesem Punkt begann eine neue Schaffensphase für ihn.
Daniel Lahaii wäre gern, sagt er, auch Gerätekonstrukteur geworden. Er ist es geworden, aber auf eine unvorhersehbare Art und Weise. Eine Weile hatte er Objekte aus Papiermache (zum Beispiel einen Boiler, zum Verwechseln «echt») hergestellt und Kleidungsstücke auf einen Keilrahmen gespannt und mit Bienenwachs überzogen, so dass daraus Kunstobjekte entstanden, die den Anschein von Bildern erwecken, jedoch keine im traditionellen Sinn sind. Oder er bemalte Alltagsobjekte (zum Beispiel Heizkissen mit Porträts).
Eines Tages stiess Lahaii damit an die Grenzen der Ausdrucksmöglichkeiten. Einen zeitgemässen Ausweg boten ihm Computertechnik und Fotografie. Mit einem 3-D-Programm fing er an, Objekte auf dem Bildschirm zu entwerfen und zu gestalten: Phantasieprodukte, wie sie nirgends vorkommen, die aber so aussehen wie gewöhnliche Gebrauchsgegenstände, zum Beispiel im Haushalt, und die auf eine beinahe surreale Weise die Ansammlung von cremefarbigen Objekten begleiten. Mit verschiedener Software konnte er Formen und Aussehen konzipieren oder programmieren. Eigentlich erfinden, weil vor allem das Spiel mit den schier unendlichen Möglichkeiten des digitalen Designs entscheidend ist.
In einem zweiten Schritt werden die so gestalteten und generierten Objekte als C-Prints belichtet und in Plexiglas eingeschweisst. Diese Fotografien im Format 90 x 70 bis 150 x 220 cm sind in der Ausstellung zu sehen. Sie machen auf den ersten Blick einen hyperrealistischen Eindruck, nur mit dem Urnterschied, dass ihnen keln reales Vorbild entspricht. Auch ihre Uberpräsenz prägt sich ein. Erst bei näherem Hinschauen erweist sich der fotorealistische Stil als Fake und wird erkennbar, dass es sich bei den Objekten auf den Fotografien um mathematische Strukturen handelt. Sie sehen aus wie gemalt, sind es aber nicht.
Der nächste logische Schritt bestand darin, die im Lauf der Zeit angehäuften Objekte digital auf einer CD-ROM zu archivieren. Das Projekt «Konvolut Nuggihus» bezieht jedoch nicht nur sie, sondern auch Fotos von Schulklassen und Abbildungen von Heizkissen, Ventilatoren, Gebrauchsanweisungen und so weiter mit ein, so dass man sich mit Hilfe einer illusionären altmodischen Mechanik (Klappen, die auf- und zugehen), einer knarrenden Digitalstimme und verschiedenen Links durch ein digitales Labyrinth navigieren kann.
An dieser CD-ROM arbeitet Daniel Lahaii im Augenblick, aber in der Ausstellung wird der grösste schon fertig gestellte Teil zu sehen und zu benützen sein. Es wird eine kleine Wunderkammer im digitalen Zeitalter werden, an der Grenze zwischen dem Realen, Echten, Analogen und dem Virtuellen und Generierten beziehungsweise dem, was da ist, und dem, was möglich ist. Weil eine entsprechende Technik es möglich macht. Damit sind alle Aussichten für das weitere Schaffen von Daniel Lahaii offen.
Aurel Schmidt
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Portal Kunstgeschichte vom März 2004
Karin Ego-Gaal
Daniel Lahaii KONVOLUT
Auf den ersten Blick sind es nur Fotografien von besonders ausgefallenen Objekten, die an Küchengeräte von einst erinnern, an diese cremefarbenen Haushaltsobjekte aus Plastik. Doch irgendetwas ist anders! Kann es sein, dass es diese Objekte gar nicht gibt? Sie sehen diesen besagten nur sehr ähnlich, sie sind unglaublich schön und perfekt, fast unwirklich. Dem Geheimnis schon sehr nahe, stellt sich die Frage Welche Funktion haben diese Objekte? Keine, denn sie sind fiktiv! so der Künstler Daniel Lahaii.
In der Ausstellung Konvolut in der Galerie Daeppen steht die Entwicklung und Formgebung von virtuellen Objekten im Vordergrund. Der Künstler Daniel Lahaii wurde von einem großen Sammelsurium realer Alltagsgegenstände inspiriert, die er selbst in den letzten Jahren gesammelt hat. Diese sind zwar nicht Teil der Ausstellung, können aber im Schaufenster nebenan bestaunt werden. Ein Meer von cremfarbigen Objekten, das durch die Ausstellung viel Aufmerksam erhält und somit viele Sammler anlockt, die das eine oder andere Stück gerne kaufen würden, doch sie sind unverkäuflich, so Guillaume Daeppen, der Galerist.
Ein Ufo mit Füßen und orange-farbigen Häkchen; ein Toaster mit Schläuchen, statt mit Toastaufsatz; ein Mixer mit Blasebalg; ein Riesenstück Mortadella mit Augen; der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Diese Geräte, fast alle in cremeweiß, mit scheinbaren Funktionen, wurden von Daniel Lahaii in einem 3-D-Programm konstruiert und als Fotovergrößerung hinter Plexiglas realisiert, die meisten davon sind 80 x 60 cm, das größte ist 124 x 162 cm.
Die Größe der Objekte spielt ein bedeutende Rolle bei der Irritation, denn das cremefarbige Objekt auf dem Foto soll einerseits sehr real erscheinen, andererseits aber möchte der Künstler, dass bei eingehendem und näherem Betrachten, die mathematische Struktur des virtuellen Materials die Unwirklichkeit des Gerätes entlarvt. Konvolut ist eine spannende Ausstellung, deren Faszination über Sein und nicht Sein einen packt und nicht
mehr so schnell loslässt.
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Basler Zeitung vom 12. Februar 2004
Marion Benz
Crèmefarben
Neue Arbeiten von Daniel Lahaii in der Galerie Guillaume Daeppen
"Viele Leute sind stehen geblieben, haben diskutiert und gelacht. Manche haben sich sogar gefragt, ob es eine Brockenstube werden soll", erzählt Daniel Lahaii. Allein der Aufbau seiner neuen Installation, dem "Konvolut", wie er es nennt, hat so viel Aufsehen erregt, dass es einfach grandios gewesen sei, daran zu arbeiten. Innerhalb von fünf Tagen hat er antiquarische Objekte, die er über 20 Jahre gesammelt hat, im Eckraum der Galerie von Guillaume Daeppen aufgetürmt. Jeder Zentimeter wird von einem der elfenbeinfarbenen Kuriosa bedeckt: Neben einer alten Registrierkasse liegen vergilbte Gebrauchsanweisungen, Haartrockner, Wecker, Schnuller, Thermoskannen, Aschenbecher und eine Babywaage. Stehlampen verbreiten ein seltsames Licht. Die Gegenstände stammen alle aus den 50er Jahren und doch ist für den Basler Künstler nicht das Design der Grund gewesen, die Stücke zu sammeln. "Was mich interessiert, ist die Farbe", betont er immer wieder. Die crèmefarbenen Haushaltsgeräte sind für ihn "ein Stück Schweizer Geschichte".
"Samstags bin ich immer über den Flohmarkt gelaufen. Ohne ein, zwei Waagen bin ich nie heimgegangen", so der Künstler. Mit diesen Waagen hat alles angefangen. Heute dient ihm seine Sammlung als "Katalysator". Mit einem 3-D-Programm generiert er im Computer monströse Entsafteranlagen, Mixer oder andere schräge Objekte, deren Funktion der Phantasie überlassen bleibt. Bis zu Spiegelungen auf den Chromteilen und der Transparenz der Glaselemente erscheinen die Geräte perfekt konstruiert. An die 270 Stunden rechnet der PC, um die Stücke abzulichten. Bei kleinen Formaten wirken sie täuschend echt - wie Werbefotos aus einem Bestellkatalog.
Die grossformatigen Abzüge, die Lahaii derzeit be Daeppen zeigt, lassen hingegen die Künstlichkeit sofort erkennen. Bewusst verzichtet er darauf, seinen Konstruktionen eine Patina zu verpassen. "Dann könnte ich ja die Originale fotografieren", erklärt der Basler. Dabei liebt er es - wie schon bei seinen Fischbildern, die er bis Anfang der 1990er Jahre gemacht hat -, den Betrachter mit vermeintlich Vertrautem zu konfrontieren und doch völlig Unerwartetes zu erschaffen - ein irritierendes Wechselspiel zwischen Schein und Wirklichkeit.
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Basler Zeitung vom 16. Januar 1999
Aurel Schmid
Neue Bilder mittels neuer Techniken - eine Ausstellung in Basel
Bilder fallen nicht vom Himmel, sie werden gemacht im Sinn von Erzeugen, Herstellen, Produzieren, was der deutsche Schriftsteuer Gotffried Benn mit dem Blick auf das Gedicht auch schon ausdrücklich gesagt hat. Wer Künstler ist, bedient sich technischer Hilfsmittel, um sein Ziel zu erreichen. Das waren in der Vergangenheit Leinwand, Pinsel und Farbe. Später ist die Fotografie hinzugekommen. um Bilder aufzunehmen, heute stehen dafür wieder andere Mittel zur Verfügung, zum Beispiel XeroxDrucker, Computer, Scanner und so weiter,
Die Werke der sechs Künstler, die zurzeit in der Galerie Mesmer in Basel ausstellen, bedienen sich alle neuer und neuester Techniken und gehen so weit, dass über die Produktion von Bildern hinaus von einer Reproduktion gesprochen werden müsste. Dass es sich um «reproduktive Bildwelten» handelt, gibt der Titel der Ausstellung schon an. Damit ist auf ein zusätzliches künstlerisches Problem hingewiesen, noch bevor es möglich gewesen wäre zu sagen, was ein Bild überhaupt ist. Es muss an dieser Stelle genügen, wenn gesagt wird, dass es eine Vision ist, eine (innere) Einbildung (im Sinn von Bildhervorbringung), die mit einer (äusseren) Sichtbarkeit, mit einer Vorlage, die sich dem Auge darbietet, direkt zu tun hat.
Was jetzt zu sehen ist, verfolgt allerdings vor allem die Spuren (so der Haupttitel der Ausstellung) die von der Technik zum Bild oder vom Bild zurück zur Technik, auf der es beruht, führen. Während das alte Tafelbild noch eine materielle malerische Qualität besass, ist bei den neuen Techniken, und je neuer, desto weiterreichend, etwas anderes in Erscheinung getreten. Man könnte sagen, dass mit dem materiellen Verlust sich die Sichtbarkeit von der Tiefe an die Oberfläche verlagert hat.
Was Kunst ist, wenn dieser Ausdruck noch nicht jeden Sinn verloren hat, situiert sich, so könnte man fortfahren, an der Schnittstelle von materiellem Gegenstand und der Immaterialität der Idee. Ute Schendel arbeitet mit der fotografischen Technik, wie sie schon lange bekannt ist, Daniel Lahaii setzt den Computer ein, um mit virtuellen Objekten virtuelle Bilder zu erzeugen. Damit ist noch ein weiteres Problem, nämlich das der Authendzität beziehungsweise der Originalität, gestellt und im selben Augenblick wieder aufgehoben. Kunst wird zu einer Auseinandersetzung, das Bild zu einem vorübergehenden Zustand. zu einer verfügbaren Datenmenge. Es kommt und geht, es ist unterwegs.
Das ist in einem kurzen Abriss die Entwicklung, die heute rück- und ausblickend zur Kenntnis genommen werden kann. Die Aussichten einer künftigen Sichtbarkeit können dabei nur spekulativ angedeutet werden. Sie sind ungeheuer grossartig, faszinierend, und sie führen in neue Bereiche des Denkens und Vorstellens. Beziehungsweise das Vorstellen weicht mehr und mehr dem aktuellen Produzieren von Bildern, dem Machen und Manipulieren, das heisst dem Handwerklichen, das auch keines mehr im ursprünglichen Sinn ist. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang das Experimentieren der Ausdruck, auf den man sich am ehesten einigen kann.
Die sechs Künstler verbindet ausser der hier umrissenen Arbeit an der Bildproduktion keine spezifischere Gemeinsamkeit. Also ist es auch kaum anders möglich, als alphabetisch vorzugehen und die einzelnen Künstler und ihr Werk in dieser vorsinfflutlichen Weise zu präsentieren.
[...]

©Daniel Lahaii, virtuelles Objekt (Fotoabzug auf Opalfolie, Leuchtkasten Holz)
Einen grossen Schritt über die Fotografie in ihrer traditionellen Anwendung hinaus geht Daniel Lahaii (Basel), der auf dem Bildschirm Grundformen (Kugel, Ring und so weiter) aus einem Computer-Softwareprogramm verwendet und deren Äusseres mit Textilmustern, die er gescannt hat, ummantelt. Dabei entstehen virtuelle Objekte, die ihrer Natur nach nur in der Abstraktion der Daten, aus denen sie sich zusammensetzen, bestehen. Diese Daten werden abgerufen, auf eine Filmfolie übertragen und das Abbild dieser virtuellen Objekte danach in Leuchtkästen sichtbar gemacht.
Vielleicht sind nicht alle ausgestellten Beispiele gelungen. Über manches könnte man reden, und manchmal steht manches, was sich über die versammelten Werke sagen lässt, in keinem Verhältnis zu dem, was tatsächlich zu sehen ist. Aber das Experimentieren ist doch wie eine Befreiung. Neue Möglichkeiten des Sehens eröffnen sich und setzen fort, mit neuen Technologien, was die Kunst bisher traditionellerweise geleistet hat. Denn irgendwie muss das Bildermachen ja weitergehen...
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Basler Zeitung vom 4. Januar 1999
Siegmar Gassert
Neue Medien
Basel: Sechsmal die Kunst der neuen Mittel
Die Galerie Mesmer zeigt Reflexionen zur Herausforderung der «Bilder».
Die Erfahrung der Welt ist eine Herausforderung der Kunst, und wenn der Kunst Gültigkeit gelingt, stellt sie eine Herausforderung in der Welt dar. Die besten Arbeiten in der Gruppenausstellung mit dem gängigen Titel «Spuren» tun das in der Tat. Im Schaufenster bereits...
[...]
Dass und warum das Was und Wie der Medien die Inhalte visuell kategorisieren, dieses Zentralthema der neuen Medien führte der in Basel lebende Lebensweltgegenständesammler
Daniel Lahaii in ansprechender Manier vor. Ausgehend von Stoffmustern hat er auf dem Computer sonderbar schwebende Grundfiguren des Kugelhaften und Ringförmigen generiert. Nur als Datenset und Monitorbild wirklich, so auch natürlich medial reproduzierbar, bezeugt er mit diesen Lichtboxen der virtuellen Bildschöpfung eine amaterielle Abstraktion neuen Grades. Dazu nehmen sich die Fotocollagen von StefanHeinrich Ebner aus Berlin, der Architekturen so de- und remontiert, dass der Geist des Eiffelturmes, der der AEG in Berlin und jener des Technologiezentrums La Vilette in Paris tatsächlich und wie explosiv ins Bildgeschehen kommen kann, doch wie ein zwar fragmentiertes aber leicht gestriges Verständnis von Wahrnehmen und Erleben aus.
Als Einstieg in die mediale Sprache der neuen Medien leistet diese anregende Ausstellung guten Mutes Pionierdienst auf Galerienebene.
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